Utopisches Aufladen (Utopian Charge)

Utopian Charge
Ergebnis

Stärkung des utopischen states; Sammlung von utopischen Potenzialen

Dauer
5 - 10 Min.
Moderations­bedarf
kein Bedarf
Art der Auseinandersetzung
Brainstorming
Benötigtes Material
keins
Komplexität
einfach
Digitalität
online & offline möglich
Personenzahl
2 - ∞
Beispielfall
  1. Ein Team will ein positiv aufgeladenes, tolles Meeting abhalten. Eine Person startet mit der Frage “Was ist das größte Potenzial unseres Meetings?”
  2. Eine andere Person wirft eine Antwort in den Raum “Wir werden geniale Ideen für unser Projekt haben, auf die wir vorher noch nicht gekommen sind!”
  3. Jemand anderes legt nach “Ja, und wir werden am Ende eine klarere Vision unseres Projekts haben!” Eine nächste Person “Ja, und unsere Kundin wird hellauf von den Ergebnissen begeistert sein und möchte mit uns gleich ein Folgeprojekt vereinbaren!” „Ja, und in den nächsten Tagen wird eine Email eintreffen, in der jemand gerade nach einer Kooperation in unserem Projektbereich sucht!“
  4. Und so geht es weiter, bis der Utopian Charge sich rund anfühlt und keine weiteren Ideen mehr kommen.

Utopisches Potenzial

Beim Utopisches Aufladen (“Utopian Charge”) ergründet eine Gruppe gemeinsam utopische Potenziale. Das geschieht durch aufeinander aufbauende Ideen. Dazu „werfen“ die Teilnehmenden in schneller Abfolge ihre Ideen in den Raum. Entscheidend ist, ohne lange nachzudenken den Prozess am Laufen zu halten.

Die Übung beginnt immer mit der Frage nach dem größten utopischen Potenzial von etwas: “Was ist das größte utopische Potenzial von … (z. B. unserem Meeting, diesem Gebäude, unserer Situation, unserer Organisation usw.)?”

Darauf aufbauend werden spontan Ideen generiert. Die Ideen müssen nicht realistisch sein, es geht darum, utopisches Potenzial aufzudecken, wofür phantastische Ideen hilfreich sein können. Die Ideen können aufeinander aufbauen, müssen sie aber nicht.

Sobald die Gruppe den Eindruck hat, es sind alle Ideen gesagt worden, beendet sie gemeinsam den Utopian Charge.

Grundprinzip: Ja, und…

Die Übung basiert auf der “Ja, und…”-Methode aus dem Impro-Theater. Dabei geht es darum, auf dem Gesagten der:des Vorredner:in aufzubauen und eine Idee weiterzuentwickeln. Das wird durch spontanes „Reinrufen“ weitergetrieben. Dabei wird explizit das vorher Gesagte als gegeben angenommen und nicht kritisiert. Deshalb beginnt jeder Satz mit “Ja, und…”, gefolgt von einer individuellen Ergänzung.

Tipps und Variationen

  • Optional können die Ergebnisse von einer Person notiert werden, oder die Runde wird mit einem Diktiergerät/Smartphone mitgeschnitten.
  • Aufbauend auf einer Mitschrift oder einem Mitschnitt ergeben sich weitere Möglichkeiten:
    1. Die Gruppe kann sich den Mitschnitt gemeinsam noch einmal anhören um die Potenziale tiefer im Bewusstsein zu verankern (was unterbewusst die Ausrichtung auf Potenziale stärkt).
    2. Die Gruppe kann mithilfe von Mitschrift/Mitschnitt besonders vielversprechende Gedanken identifizieren, priorisieren und daran anknüpfend konkrete Schritte darauf zu ausarbeiten.
  • Interessant kann es sein, den Utopian Charge explizit auf etwas anzuwenden, das als negativ wahrgenommen wird, um somit die darin verborgenen hilfreichen Aspekte bzw. Potenziale erkennen zu können.
Beispielfall
  1. Ein Team will ein positiv aufgeladenes, tolles Meeting abhalten. Eine Person startet mit der Frage “Was ist das größte Potenzial unseres Meetings?”
  2. Eine andere Person wirft eine Antwort in den Raum “Wir werden geniale Ideen für unser Projekt haben, auf die wir vorher noch nicht gekommen sind!”
  3. Jemand anderes legt nach “Ja, und wir werden am Ende eine klarere Vision unseres Projekts haben!” Eine nächste Person “Ja, und unsere Kundin wird hellauf von den Ergebnissen begeistert sein und möchte mit uns gleich ein Folgeprojekt vereinbaren!” „Ja, und in den nächsten Tagen wird eine Email eintreffen, in der jemand gerade nach einer Kooperation in unserem Projektbereich sucht!“
  4. Und so geht es weiter, bis der Utopian Charge sich rund anfühlt und keine weiteren Ideen mehr kommen.

Vertiefende Quellen

Sag nicht nein, sag “Ja, und…”

"Ja, und..." als Haltung im beruflichen Kontext verwenden

Ja genau, und dann…

Beschreibung der originalen "Ja, und...-Methode" aus dem Improtheater

Anschließende Methoden & vertiefendes Wissen

Kollegiales utopisches Aufladen
Strukturierte Utopie­beratung
35 Min.
|
3 - 8 P.
Methode
Utopisches Mindset, lineares Mindset
Mit neuem Blick auf die Welt schauen
Konzept
Schön, dass Du schon wieder da bist!
Du hast Dir die Medaille für Visionskraft verdient

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