Schritte in die Zukunft

Schritte in die Zukunft
Ergebnis

Mögliche Wegbeschreibung zur Erreichung eines Ziels

Dauer
15 Min.
Moderations­bedarf
kein Bedarf
Art der Auseinandersetzung
Intuition sprechen lassen
Benötigtes Material
keins
Komplexität
mittel
Digitalität
online & offline möglich
Personenzahl
1 - 6

Wie würde meine Intuition auf das Ziel zugehen?

Anders als unser Verstand bezieht die Intuition auch solche Informationen ein, auf die wir nicht explizit zugreifen können – etwa aus unserem Unterbewusstsein oder unserem Erfahrungswissen. Dennoch wird sie nur selten in Entscheidungs- oder Planungsprozessen berücksichtigt. Die Methode nutzt die Intelligenz der Intuition, um mögliche Wege auf ein Ziel hin zu erkunden.

Individuelles oder gemeinsames Ziel

Zunächst wird ein Ziel ausgewählt, bei dem der Weg zur Zielerreichung noch unklar ist. Es kann das individuelle Ziel einer Einzelperson sein oder das gemeinsame Ziel einer Gruppe.

Wird ein individuelles Ziel bearbeitet, übernimmt der Rest der Gruppe die Rolle von Zeug:innen des intuitiven Prozesses der Einzelperson. Die individuellen Prozesse erfolgen nacheinander. Geht es um ein gemeinsames Ziel, sind alle Teilnehmenden gleichermaßen beteiligt.

Ablauf

  1. Nachdem das Ziel festgelegt ist, stellt sich die Person, welche die „Schritte in die Zukunft“ macht, so im Raum auf, dass sie Platz hat um mehrere Schritte nach vorne zu gehen. Die anderen Teilnehmenden stehen lose neben oder hinter der Person. Handelt es sich um ein gemeinsames Ziel der Gruppe, stellen sich alle nebeneinander auf.
  2. Die Person definiert den gegenwärtigen Zeitpunkt (z. B. „Es ist Ende Mai…”) und beschreibt den gegenwärtigen Stand im Hinblick auf die Erreichung des Ziels (”…und ich bin dabei, das Projekt zu starten.”).
  3. Nun macht die Person einen Schritt nach vorne und damit einen symbolischen Schritt in die Zukunft. Sie hört nach innen und versucht, auf ihr Bauchgefühl zu hören und ohne nachzudenken ihre Intuition sprechen zu lassen. Dabei wird sowohl ausgedrückt, an welchem Zeitpunkt sie sich gerade befindet, als auch, was gerade passiert oder passiert ist („Es ist Mitte Juni, ich habe gerade einen wichtigen Kontakt für mein Projekt bekommen, der mir kostenlose Beratung zugesagt hat.”). Wichtig dabei ist, im Präsenz zu sprechen. Gibt es keinen weiteren Impuls mehr, aus der Intuition heraus zu sprechen, macht die Person den nächsten Schritt. Im Falle eines gemeinsamen Ziels einer Gruppe, sprechen all diejenigen, die an dieser Stelle etwas in ihrer Intuition wahrnehmen und ergänzen sich gegenseitig.
  4. Nun wiederholt sich Punkt 3 immer wieder, Schritt für Schritt. Dabei bewegt sich die Person immer weiter, geleitet von ihrer Intuition, auf das Ziel zu.
  5. Wenn sie das Ziel erreicht hat oder ihr die Schritte zum Ziel erst einmal reichen, stoppt sie. Nun dreht sie sich um und blickt aus der Zukunft zurück. Eine:r der Zeug:innen fragt sie: „Wenn du auf deinen Weg zurückblickst, was hat dir auf dem Weg besonders geholfen?” (Geht die Gruppe gemeinsam auf ein Ziel zu, fragt sie sich selbst: „Wenn wir auf unseren Weg zurückblicken, was hat uns dabei besonders geholfen?“) Ergänzend auch: „Was würdest du deinem damaligen Ich als Tipps mitgeben, damit der Weg möglichst einfach ist und zum Ziel führt?”

Tipps und Variationen

  • Um leichter mit der Intuition in Kontakt/Verbindung zu kommen und zu bleiben, hilft es, während der Übung die Augen zu schließen. Außerdem sollten die Schritte bedächtig gemacht werden und die Teilnehmenden sich Zeit nehmen, gut in sich hineinzuspüren.
  • Im Nachgang kann der in der Übung entstandene Weg aufgeschrieben werden. So können zu jedem Zeitpunkt während der konkreten Umsetzung nächste möglichen Schritte angeschaut werden oder auch überprüft werden, ob sich der Weg so entfaltet wie „vorhergesagt”.
  • Die Übung lässt sich auch ohne ein konkretes Ziel für einen festgelegten Zeitraum anwenden, z. B. für das kommende Jahr.
  • Wird die Übung online gemacht, kann die Kamera auf den Raum ausgerichtet werden, in dem die Schritte gemacht werden. Dazu empfiehlt sich ein drahtloses Headset oder ein gutes Mikrofon.

Vertiefende Quellen

Die Sprache der Intuition

Beitrag von Vivian Dittmar zur Erklärung und Nutzen von Intuition

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